Legende des Sports 2017: Reinhold Messner

Legende des Sports

Die Ehrung „Legende des Sports“ wird seit 2007 vergeben und ist stets einer der emotionalen, spektakulären Höhepunkte des Abends. Die Veranstalter würdigen damit das Lebenswerk herausragender Persönlichkeiten, die für ihre legendären sportlichen Leistungen ausgezeichnet werden, sich aber auch mit karitativem Engagement aktiv in die Gesellschaft einbringen.

Die Namen der Preisträger lesen sich somit auch wie ein Who´s Who von Sportlerinnen und Sportlern, die in Deutschland eine besondere Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Joachim Löw, Lothar Matthäus, Maria Höfl-Riesch, Uwe Seeler, Michael Schumacher, Katarina Witt, Franz Beckenbauer, Oliver Kahn, Boris Becker und Heiner Brand nahmen den Preis bisher auf der Bühne entgegen.

Legende des Sports 2017: Reinhold Messner

Legende des Sports Reinhold_Messner

Erstmals in der Geschichte der Ehrung „Legende des Sports“ stand 2017 eine Persönlichkeit im Mittelpunkt, die mit dem Bekenntnis zum Verzicht eine Sportart revolutionierte und dennoch extreme sportliche Herausforderungen wie kein anderer meisterte.

Wer an Bergsteigen denkt, denkt an Reinhold Messner. Vierzehn Achttausender hat er als erster Mensch überhaupt ohne Sauerstofflasche bestiegen, mehr als 3.500 Gipfel erklommen, Wüsten und eisige Regionen zu Fuß durchquert.

Bis heute fasziniert und begeistert er die Menschen dank seiner authentischen Art. Reinhold Messner nahm den Preis persönlich entgegen und unterstrich im Interview mit Michael Steinbrecher einmal mehr, dass er mit einer besonderen Gabe gesegnet ist: Mit klaren Worten und beeindruckendem Charisma führte er das Publikum in die „Arena der Einsamkeit“ auf die höchsten Berge der Welt. „Was mich besonders freut, ist nicht die sportliche Dimension. Man gibt mir diesen Preis, weil ich den Heroismus aus dem Bergsteigen herausgenommen habe. Das ehrt mich, denn das war eines meiner größten Anliegen seit 60 Jahren“, sagte Messner.

Legende des Sports 2017: Reinhold Messner

Sonderehrung

Legende des Sports von 2008: Boris Becker 2017 auf dem Deutschem SportpresseBall

Boris Becker hat beim 36. Deutschen SportpresseBall nachträglich den PEGASOS-Preis überreicht bekommen. Der ehemalige Tennis-Profi war im Jahr 2008 als „Legende des Sports“ ausgezeichnet worden und damals auch persönlich anwesend. 2014 jedoch wurden alle Ehrentitel beim Deutschen SportpresseBall unter dem Dach der neu geschaffenen Pegasos-Trophäe zusammengeführt, so dass Becker das geflügelte Pferd aus Meissner Porzellan jetzt nachträglich überreicht bekam.

„Boris Becker hat die 80er und 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geprägt wie kaum ein anderer Sportler in Deutschland“, hatte Bayerns früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber 2008 in seiner Laudatio festgestellt und ihn als „überragende sportliche Persönlichkeit“ gewürdigt. Diese Einschätzung teilen die Veranstalter des Balls bis heute, ungeachtet der unruhigen Zeiten, die hinter dem Tennis-Idol liegen und denen er sich stellt.  „Boris Becker ist und bleibt ein Kämpfer und das finde ich herausragend. Die SportpresseBall-Familie hält zu ihm“, sagte Ball-Organisator Jörg Müller. „Der Sport hat mich zu dem gemacht, was ich bin – in guten wie in schlechten Zeiten. Ich weiß, wo ich herkomme“, sagte Becker bei der Übergabe der Trophäe.